Die Ankunft in Wellington hat sich sonniger gezeigt als erwartet und wir sind kurzum direkt weiter Richtung Norden gefahren um dem Trubel der Stadt zu entgehen. Mit kurzem Pitstop an einem der besten Inder bei dem wir bisher gegessen haben (mitten im Nirgendwo) sind wir dann im stockdunkeln auf einem Campground bei Masterton eingekehrt. Die Dame am Empfang hat netterweise nur für uns noch einmal das Tor aufgeschlossen.

Nach einer der kältesten Nächte bisher ging es dann morgens weiter Richtung dem nächsten größeren Stop - Napier. Kurz entschlossen haben wir unterwegs direkt noch einem DOC Vogelgehege mit Kiwihouse gehalten um dort den einzigen in Gefangenschaft lebenden weißen Kiwi zu bestaunen. Aufgrund seiner Pigmentierung würde das Tierchen in der freien Wildbahn nicht lange überleben. Die Gehege und das anschließende umzäunte Stück Urwald dienen zur Aufzucht von Kiwis, Kakas und anderen bedrohten Tierarten. Nach dem Brüten und heranwachsen werden die Vögel im Bestfall wieder ausgewildert. Während wir brütende Kakas im geschützen Käfig aus nächster Nähe begutachten konnten, hat über uns im freien der Rest des Schwarms seine (lauten) Runden gedreht. Also rundum das Geld wert, das auch wiederum in die Instandhaltung der neuseeländischen Flora und Fauna fließt.

Obwohl ursprünglich der Plan war bis Napier durchzufahren waren wir dann beide so kaputt dass wir vorher in einem kleinen Campingplatz bei Waipawa (sagt einem nichts, muss es auch nicht) gestoppt sind. Ninas Hauptargument war dabei der hauseigene Gemüsegarten und Hunde zum streicheln. Der Platz war insgesamt recht einfach, aber wir sind noch mit den Locals ins Gespräch gekommen und konnten Katze und Hunde kuscheln und später dann einen kleinen Filmabend mit dem freien WLAN veranstalten.