Morgens ging es dann weiter Richtung unserem nächsten Stop, Christchurch. Der Weg hat sich allein schon gelohnt als wir unterwegs einen Kleinen Bauernshop gefunden der dann doch endlich mal Avocados für humane Preise im Angebot hatte. Avodaco und Kiwis werden inzwischen so übermäßig exportiert, dass die Preise für eine Frucht gerne bis zu 8 Dollar das Stück (ca 5 Euro) ansteigen. Mit einem Sack voll Avocado sind wir dann weiter über die immer stärker ausgebaute Route 1 bis zum Campingplatz in Christchurch gefahren.

Hatten wir bisher Glück mit den Top 10 Campgrounds, so war dieser ein ziemlich großes Touriloch. Also haben wir den Platz eigentlich nur zum Schlafen genutzt und sind schnell mit dem Bus in die Stadt.

Interessant und erschreckend zugleich sind die Nachwirkungen des verheerenden Erdbebens 2011 immer noch zu spüren. Die Chsitchurch Cathedral, noch imposant und intakt als ich vor 10 Jahren hier war, liegt immer noch brach, mit dem Hauptschiff vorne komplett eingestürtzt. Viele Gebäude stehen nur noch dank massiven Metallstützen und eine große Zahl von Parkplätzen nehmen den Platz von ehemaligen Gebäudeblöcken ein. Trotz allem strahlt die Stadt eine ruhige und entspannte Atmosphäre aus, mit einem riesigen Park und vielen jungen Menschen.

Nicht zu übersehen sind auch die Nachwirkungen des Anschlags vor Zwei Wochen, überall gibt es Plakate die Solidarität bezeugen und der Gehweg an den Christchurch Gardens liegt ca. ein halber Kilometer bedeckt mit Blumen, Bildern und gebastelten Plakaten. Die grundlegende Nachricht ist hier eindeutig, man wird sich nicht einschüchtern lassen und Rassismus in jedweder Form entgegen stellen. Das binnen einer Woche eingesetzte Verbot von halbautomatischen und automatischen Waffen im Privatbesitz lässt diese Tatsache auch klar deutlich werden.

Moderne Kunst (?)

Neben den Parks und dem intakten Teil der Innenstadt sind wir dann noch in das lokalte Kunstmuseum gegangen (war umsonst) um dort sowohl zeitgemäße als auch alte Kunst zu begutachten. Albtraum erweckende Kopfgebilde unterlegt mit Horrorsoundtrack haben mir schnell wieder klar gemacht dass ich moderne Kunst einfach nicht verstehe. Trotzdem war der Besuch den Eintritt alle mal wert (umsonst).

Burger smashen

Nach einem Burger im Smash Palace, einer Mischung aus Streetfood Truck und Biergarten, ging es dann wieder zurück zum Campground wo wir dann schnell ins Bett gefallen sind.

Lieber heiße Duschen als Abenteuer

Früh morgens sind wir dann bei recht ungemütlichen Wetter schnell los zur Banks Peninsula. Diese Halbinsel vor Christchurch war nicht so richtig geplant, was beudetete dass wir erstmal wieder ein kleines Stück zurück Richtung Süden fahren mussten. Die Halbinsel selbst ist auch größer als man denken würde, was wir durch die sehr lange Fahrt bis Akaroa feststellen mussten. Was die Fahrt noch etwas verlängert hat war der kleine Abstecher zur Okains Bay. Nach kurzer Inspektion vom sehr simplen Campground waren wir uns einig dass wir bei dem Wetter doch lieber eine heiße Dusche und gemütliche Küche haben wollen.

Fitness pur

Eine gute Entscheidung, der gemütliche Campground in Akaora liegt direkt am Hang mit Blick auf das kleine Städtchen und die Bucht. Den kleinen campeigenen Weg runter ins Städtchen haben auch direkt genutzt und den (inzwischen sonnigen) Abend mit einem Bier am Hafen abklingen lassen. Der Weg zurück hat uns dann schnell klar gemacht dass wir vorm Tongariro Crossing auf der Nordinsel noch an unserer Kondition feilen sollten.