Nach einer entspannten Nacht im frisch aufgeräumten Auto sind wir erholt weiter Richtung Süden aufgebrochen. Die letzte Etappe nach Welington war eher ereignislos, mit der Ausnahme des Stops in Paikakariki, wo ich damals 2 tolle Nächte mit Wahnsinn Sonnenuntergängen verbracht hatte. Das Dorf selbst ist mindestens um das doppelte angeschwollen und besitzt dank Touristen inzwischen zwei Campingplätze und eigene Tennisplätze. Ein komisches Gefühl wenn man noch ein einsames kleines Dörfchen im Nirgendwo im Kopf hatte.

Das Hostel an sich existiert sogar noch, samt Schild. Nach einem kleinen Nostalgie Shooting in der Terrasse haben wir dann am Office geklingelt um zu fragen ob man vielleicht sogar eine Nacht bleiben könnte. Wo wir dann vom netten Bewohner erfahren haben dass die Schilder zwar noch stehen, das Hostel jedoch schon seit Jahren geschlossen ist. Also sind wir nach einer kurzen Einlage von Hausfriedensbruch wieder weiter Richtung Wellington gefahren. Nach einer extrem staulästigen Einfahrt in Neuseelands Hauptstadt sind wir am kostenfreien „Campground“ (einem Abschnitt eines Autoparkplatzes am Hafen) angekommen. Mit viel Glück ist am völlig überfüllten Platz noch jemand weg gefahren und wir konnten als letzter Van noch einen Parkplatz ergattern.

Nach kurzem Mittagessen ging es dann mit Bus ins Stadtzentrum und einem mehr versehentlich brutalen Fußmarsch quer durch die komplette Stadt. Da ich vor 10 Jahren eher wenig mitbekommen hatte als ich hier war, war ich sehr positiv von der entspannten Atmosphäre der Stadt überrascht. Abends konnten wir dann noch ein Straßenfest und indisches Essen mitnehmen bevor es wieder zurück zum Van ging.

Hatten wir gedacht dass wir vor dem aufstehen zur Fähre um sechs noch etwas Schlaf bekommen, wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Drei kleine halbstarke deutsche Jungs weit weg von Mama mit zu viel Billigschnaps intus haben kurzum beschlossen den kompletten Parkplatz mit Gegröle bis drei Uhr Nachts zu unterhalten.