5. Mai 2019

Van verkaufen in der Off-Season

Tränen und Automafia

Zurück in Auckland bei Brigitte (leider ohne Brigitte weil sie die Familie in Deutschland besucht) ging es dann erstmal daran den Wagen sauber zu machen ihn am nächsten Tag direkt um 7 morgens bei der Car Fair zur Schau zu stellen. Natürlich war uns klar dass wir den Wagen nicht am ersten Tag weg bekommen, dass das ganze so schwierig und anstrengend wird hatten wir dann doch nicht erwartet. Die Automesse an sich war ganz nett, aber größtenteils auch nur weil unsere Nachbarn sympathisch waren und wir uns nett unterhalten konnten. Ein Wehmutstropfen dabei waren die Dramen die sich dort abgespielt haben. Junge Backpacker die wegen den gebuchten Flug verzweifelt den Wagen loswerden mussten wurden gnadenlos von der Autohändler Mafia vor Ort abgezogen. Zum Glück hatten wir zu dem Zeitpunkt noch zwei Wochen Zeit und konnten dem ganzen noch relativ entspannt entgegen treten.

 

Großes Auto für kleines Geld

Nach über einer Woche nach Auckland rein und rausfahren, Facebook- und Ebayanzeigen schalten und allgemein steigendem Druck konnten wir dann den Wagen mit ein wenig Verlust an einen netten Backpacker aus Deutschland verkaufen. Am meisten haben wir uns darüber gefreut (direkt nach der Tatsache dass wir nicht 2000€ in den Sand gesetzt haben), dass wir den technisch einwandfreien Wagen an einen gleichgesinnten Reisenden verkaufen konnten der Spaß damit hat. Den Wagen einem Autohändler in den Rachen zu schieben hätte diesen letzten Abschnitt der Neuseelandreise mit einem blöden Bauchgefühl hinterlassen.

Sport und nichts tun

Erleichtert und mit einer Finanzspritze in der Reisekasse konnten wir also die restliche Woche in Neuseeland in vollen Zügen genießen. Neben ein paar abendlichen Ausflügen mit Shane, Brigittes Lebensgefährten, hatten wir das riesige Haus größtenteils für uns und haben nach über 2 1/2 Monaten genossen einfach mal nichts zu tun. Ein paar kleine Ausflüge an den Strand und ins Kino konnten wir dank dem Angebot von Brigitte ihren Wagen zu nehmen dann auch noch veranstalten und waren immer noch mobil.

Die letzte Nacht in Neuseeland haben wir dann noch am Flughafenhotel verbracht, da wir für den Flieger nach Brisbane um 4:30 am Airport sein mussten.

22. März 2019

Curio Bay

Die Kiwis der Meere

Ein Grund wieso wir bis Curio Bay gefahren sind war der heiße Tip dass sich hier die kleinsten Delfine der Welt, die Hektor Delfine, oft in der Bucht tummeln.

Nach knappen 12 Stunden (anscheind nötigem) Schlaf haben wir kurzum noch um eine Nacht verlängert und dann den Tag am Strand verbracht. Nach dem vormittag vergebens Ausschau halten kam uns ein netter Mann entgegen der uns erstmal zum anderen ende der Bucht geschickt hat. Der Weg hat sich gelohnt, nach einer halben Stunde konnten wir die kleinen Wesen beim spielen in den Wellen beobachten, wo sie neben den Surfern umher gesprungen sind. Ich bin nach dem zweiten Mal Baden dann halb erfroren aus dem Wasser und direkt in die heiße Dusche.

Die seltensten Pinguine der Welt

Zur Dämmerung ging es abends noch an den weltweit am Besten sichtbarsten fossilisierten Wald am Wasser. Versteinerte Bäume sind jetzt nicht so spannend, aber der eigentliche Grund waren die Gelbaugen Pinguine, die es nur in Neuseeland zu sehen gibt. An der Rezeption wurde mehreren Campern gesagt dass die Tiere momentan in der Mauser sind und deshalb in den Nestern bleiben. Sturheit sei dank, wir haben wie der freiwillige Helfer am Strand uns sagte die ersten zwei Pinguine seit zwei Wochen sehen können.

Nach so viel Wildleben ging es dann abends zufrieden ins Bett.

11. März 2019

Gammeln am See

Einfach mal nichts tun

Da die Welt morgens dann doch wieder in Ordnung war und der Campground eigentlich recht nett war, haben wir kurzum beschlossen noch eine weitere Nacht vor Ort zu bleiben. Der Tag selbst wurde dann unten am See verbracht und mit fremden Hunden gespielt. Also einer der wenigen relativ ereignislosen Tage seit Anbeginn der Reise, was aber beide auch dringend gebraucht haben.

9. März 2019

Unsichtbare Delfine

Nach knappen 11 Stunden Schlaf und ausgiebigstem Frühstück sind wir erstmal zum Mirrorlake aufgebrochen, der vom Campingplatz knappe 5 Minuten entfernt lag. Trotz vollem Einsatz und einem humpelnden 1 1/2 Stunden Marsch um den See gab es leider keine Spiegelungen zu sehen (außer auf dem den Schildern) da genau da der Wind losging. Trotzdem war die Aussicht super und wir hatten einen traumhaften Ausblick auf die Neuseeländischen Alpen mit Mt Cook. Noch schnell auf den Parkplatz beim Fox Glacier, der aber nach dem Vortag nicht mehr ganz so spektakulär war und weiter ging es Richtung Haast.

Pinguine und Delfine - Für alle Anderen

Ein paar Mini-Zwischenstops später sind wir völlig im Eimer mit dem Wandertrtack am Vortag in den Knochen am Campingplatz in Haast angekommen (nach einem Tank voll absurd teurem Sprit an der Dorftanke). Vor Ort wurde uns dann wärmstens empfohlen an die Jackson Bay zu fahren um dort Pinguine und eventuell sogar Hektor-Delfine zu sehen.

Natürlich darf man sich so etwas nicht entgehen lassen, also sind wir mit letzter Kraft noch die 30 Minuten bis zur Bucht geknallt um dort fest zu stellen (und gesagt zu bekommen) dass Delfine bei Ebbe nicht in den Hafen kommen und die Pinguine gerade 2 Wochen Nestpause haben und nicht zu sehen sind. Zumindest sind wir noch in den Genuss von ca. 2 Millionen Sandflies und dem lokalen Angebot an Fish n Chips gekommen. Glas halb voll und so.

Eiskalte Abkühlung

Auf dem Rückweg konnte ich dann nochmal an den Strand runter und im Meer baden. Dass das Wasser gefühlte 2 Grad über dem Gefrierpunkt hatte hat mich nach dem Tag dann auch nicht mehr großartig gestört.

8. März 2019

Hoch hinaus

Ach.. das geht schon

Früh am Morgen (quasi 8 Uhr) ging es dann los zum Track beim Franz Josef Gletscher. Der erste Eindruck war schon einmal super weil kaum irgend jemand um die Zeit an den Tracks zu sein schien. Kurzum am Parkplatz den Van geparkt und einfach mal den Berg hoch.

Der erste Logout war dann schon ganz nett, aber wir hatten beide das Gefühl dass da noch was geht (allein schon weil uns dann doch schon ein paar Leute entgegen gekommen sind und vom Ausblick am Gipfel geschwärmt haben). Der zweite Logout auf ca 1000m Höhe war dann schon cooler, aber in den deutscher Manier haben wir uns gedacht.. wenn wir jetzt schon so weit gekommen sind können wir das auch bis zum Ende durchziehen. Also sind wir einfach mal komplett untrainiert bis zum Gipfel auf knappe 1303m Höhe herauf gestiegen, was am Ende mehr einem Gewaltmarsch geglichen hat

Wir sind eher so die Glas-halb-voll Menschen

Nach ziemlich genau 3:45 Stunden m Gipfel angekommen hatten wir dann wirklich wie von den Vorgängern versprochen einen Wahnsinnsausblick über die Berge und auch den Gletscher. Für knappe 5 Minuten und dann zogen auch schon die Wolken auf. Wäre man jetzt pessimistisch könnte man sagen wir hatten Pech. WIr haben aber für uns einfach beschlossen, dass wir großes Glück hatten nach dem Aufstieg überhaupt noch diese Aussicht bewundern zu dürfen, kurz nach uns sind noch Menschen gekommen die nur noch eine graue Wand zum beobachten hatte.

Mit Puddingknien den Berg runter

Was hoch kommt, muss auch wieder runter kommen. In dem Sinne sind wir dann nach knapp einer Stunde vergeblichen Wartens auf besseres Wetter wieder an den Abstieg gegangen. Was wir vielleicht unterwegs nach oben nicht bedacht hatten war, dass wir die teils schon in Kletterpartien ausgeartete Teile des Weges auch wieder herunter klettern müssen. 3 Stunden später und nach insgesamt 9 Stunden Wanderung sind wir dann mit so semi guter Laune und schmerzendem Alles wieder am Parkplatz gelandet, Nina sogar mit einem dick geschwollenen Knöchel (dank aufgekratztem Mückenstich, war dann auch schnell wieder okay).

Top 10 - Top Duschen

Entgegen gesetzt dem ursprünglichen Plan bis Haast durch zu fahren („Wir haben dann ja nach dem kurzen Walk voll viel Zeit“) haben wir leicht benebelt spontan beschlossen am Top10 Campingplatz beim Fox Glacier zu halten und dort die Nacht zu verbringen. Super Idee, das war erstaunlicherweise trotz Touriort mit einer der besten Campingplätze die wir bisher hatte (an dem Tag konnten wir besonders die unbegrenzten, kostenlosen warmen Duschen genießen). Halb im Delyrium wurde dann noch irgendwie gekocht und humpelnd zurück in den Van. Der Schlaf kam dann mit dem Berühren des Kopfkissens.

2. März 2019

25 Februar – 3 März

Coming Soon

Vielleicht

24. Februar 2019

Hello South Island

Ohne viel Schlaf und nach der Genugtuung den Jungs nochmal den Scheinwerfer um halb sechs morgens ein paar Minuten in den Wagen zu halten ging es dann los zur Fähre.

Nach der abenteuerlichen Einfahrt in den Bauch der Fähre konnten wir uns auch oben direkt einen gemütlichen Platz im Sofa schnappen. Dort konnten wir dann 4 1/2 Stunden den extremen Wellengang und dann die Einfahrt in die Marlborough Sounds und letztendlich Pictor beobachten. Im bisher stärksten Wolkenbruch seit Ankunft in Neuseeland ging es dann zur Sequoai Lodge, wo wir uns in weiser vorrausicht eine Nacht im eigenen Zimmer gebucht hatten.

 

Der Parkplatz glich schon eher einem See als Parkplatz und so ganz Trocken haben wir es dann nicht mehr ins Zimmer geschafft. Abends noch schnell mit dafür perfekten Wetter in den kostenfreien Hotpool vom Backpacker und dann ins eigene, warme Bett für die Nacht.

23. Februar 2019

Die Füße rauchen und kleine Kinder

Nach einer entspannten Nacht im frisch aufgeräumten Auto sind wir erholt weiter Richtung Süden aufgebrochen. Die letzte Etappe nach Welington war eher ereignislos, mit der Ausnahme des Stops in Paikakariki, wo ich damals 2 tolle Nächte mit Wahnsinn Sonnenuntergängen verbracht hatte. Das Dorf selbst ist mindestens um das doppelte angeschwollen und besitzt dank Touristen inzwischen zwei Campingplätze und eigene Tennisplätze. Ein komisches Gefühl wenn man noch ein einsames kleines Dörfchen im Nirgendwo im Kopf hatte.

Das Hostel an sich existiert sogar noch, samt Schild. Nach einem kleinen Nostalgie Shooting in der Terrasse haben wir dann am Office geklingelt um zu fragen ob man vielleicht sogar eine Nacht bleiben könnte. Wo wir dann vom netten Bewohner erfahren haben dass die Schilder zwar noch stehen, das Hostel jedoch schon seit Jahren geschlossen ist. Also sind wir nach einer kurzen Einlage von Hausfriedensbruch wieder weiter Richtung Wellington gefahren. Nach einer extrem staulästigen Einfahrt in Neuseelands Hauptstadt sind wir am kostenfreien „Campground“ (einem Abschnitt eines Autoparkplatzes am Hafen) angekommen. Mit viel Glück ist am völlig überfüllten Platz noch jemand weg gefahren und wir konnten als letzter Van noch einen Parkplatz ergattern.

Nach kurzem Mittagessen ging es dann mit Bus ins Stadtzentrum und einem mehr versehentlich brutalen Fußmarsch quer durch die komplette Stadt. Da ich vor 10 Jahren eher wenig mitbekommen hatte als ich hier war, war ich sehr positiv von der entspannten Atmosphäre der Stadt überrascht. Abends konnten wir dann noch ein Straßenfest und indisches Essen mitnehmen bevor es wieder zurück zum Van ging.

Hatten wir gedacht dass wir vor dem aufstehen zur Fähre um sechs noch etwas Schlaf bekommen, wurden wir schnell eines Besseren belehrt. Drei kleine halbstarke deutsche Jungs weit weg von Mama mit zu viel Billigschnaps intus haben kurzum beschlossen den kompletten Parkplatz mit Gegröle bis drei Uhr Nachts zu unterhalten.

 

22. Februar 2019

Irgendwo im Nirgendwo

Mit dem ersten wirklich Regen seit Beginn des Trips ging es dann weiter Richtung Wellington, wo wir auch schon die Fähre zwei Tage später gebucht hatten (sicher ist sicher). Über die relativ ereignislose Route 3 ging es bis Wanganui wo wir den ersten Stop an einem Minivogelpark (aka großer Käfig) und dann dem nächsten Supermarkt zum Großeinkauf machten. 1 Stunde und erste Kreislaufbeschwerden später sind wir dann schnell raus aus der Stadt und sind relativ planlos weiter in den Süden gefahren.

Nach kurzen Stop am „Ferienpark mit Farmerlebnis“ (hässlicher Massentierbauernhof mit Grünfläche neben dem Misthaufen) sind wir dann kurz vor knapp an einem Campingplatz am Himatangi Beach gelandet. Wir hatten nach dem letzten Stop das schlimmste erwartet und wurden positiv von einem netten kleinen Dorf und einer gemütlichen Ferienanlage überrascht. Dort konnten wir uns dann das erste mal seit Beginn der Tour neu organisieren, alles an den richtigen Platz im Van räumen, unsere Wäsche waschen und danach entspannt noch einmal zum Strand hinunter laufen. Unsere Stirnlampen kamen dabei dann auch endlich das erste Mal zum Einsatz.

20. Februar 2019

Taranaki und Oakura

Lucys Gully - Ninas erster größerer Hike

Über New Plymouth am Mount Taranaki vorbei sind wir am ersten Campground direkt am Strand gelandet. Neben einer unfassbar freundlichen Begrüßung von Shawn am Schalter (jetzt mein Facebook Freund) konnten wir uns über saubere und warme Duschen und eine voll ausgestattete Küche freuen. Da wir noch recht viel vom Tag hatten sind wir auf Geheimtip von Shawn hin ein Stück weit in den National Park gefahren. Kurz auf dem eher fragwürdigen Parkplatz mit Kopfgroßen Felsen als Belag geparkt ging es auf Ninas ersten Hike durch den Wald. Belohnt wurde der fast 3-stündige Hike mit tollen Aussichten bis hin zum Meer.

Am nächsten Morgen fing das Wetter dann an etwas umzuschlagen (wie uns die netten Campingnachbarn dann gesagt haben wandte sich ein Zyklon an, der am Kochende auf die Küste treffen sollte). Trotzdem war es noch relativ warm und ich bin den Naturgewalten Trotzend trotz Mannshoher Wellen ins Meer gesprungen. Belohnt wurde ich für die Idee mit einer Schürfwunde am Bauch und Sandpfropfen in beiden (eh noch von Raglan schmerzenden) Ohren.

 

16. Februar 2019

Hit the Road – ab zum Surfen

Morgens (oder nach ein wenig Trödelei weil uns keiner jagt mittags) ging es dann los auf Tour mit unserem neuen alten Toyota Townace. Der Abschied von Brigitte fiel uns selbst nach den wenigen Tagen schon schwer, aber wir sind uns auch sicher dass man noch einmal wieder sieht, wenn nicht auf dieser Reise, dann auf jeden Fall in Deutschland.

Plastikfreies Surferstädtchen

Wie schon bei meinem ersten Besuch sind wir direkt bis Raglan weiter, einem kleinen netten Surferörtchen an der Westküste. Neben der längsten Welle der Welt besitzt Ragland auch den Titel des bisher ersten Ortes in Neuseeland der komplett frei von Plastiktüten agiert, wodurch die Strände unheimlich sauber sind.

Brett vorm Kopf

Dort angekommen haben wir zum einen noch das schöne Wetter genossen und zum anderen im kleinen HippieHostel mit Campingplatz ein gecheckt. Die erste Nacht im Van war zwar etwas enger als gewohnt, aber wir konnten die erste Etappe auf unserem Roadtrip im eigenen Auto genießen. Tags darauf ging es nach einem Frühstück im hauseigenen Restaurant zur ersten Surfsession im Urlaub. Mit zwei Surfbrettern eher dubios auf dem Dach befestigt sind wir an den Strand und haben uns direkt in die Wellen gestürzt. Nach den Surfeinheiten in Portugal waren die Wellen sehr milde gestimmt und wir konnten sogar ein paar Mal stehen (siehe Moneyshot von Nina). Nicht weiter überraschend hab ich beim Versuch Nina zu helfen auch direkt ein Brett ins Gesicht bekommen. Kurz Sternchen gesehen, aber außer schmerzendem Kiefer/Ohren ist glücklicherweise nichts weiter passiert (und ein wenig Kopfweh).

Weil es wirklich schön war auf dem Hügel über der Bucht haben wir abends dann noch eine entspannte Nacht im Solscape gebucht um dann am nächsten Tag etwas erholter loszufahren.

Wasserfälle und drei Schwestern

Nach einem „kurzen“ Abstecher an die Bridal Veil Falls, einem kleinen aber sehr hohen Wasserfall nahe Raglan (kurz im Sinne von 30km Serpentinen) ging es erstmal nach Hamilton um die überfällige Autoversicherung abzuschließen. Da wir schonmal da waren haben wir uns auch direkt mit vernünftigen Wanderschuhen eingedeckt, da es sich mit Vans eher semigut einen Berg hochlaufen lässt. Hamilton an sich ist eher hässlich also ging es nach kurzen Mittagessen schnell weiter in den Süden. Schon bald sind wir durch eine immer grüner werden Landschaft im Landkreis Taranaki angekommen. Auf dem Weg dorthin konnten wir dank einer Straßensperrung dann noch die etwas unberührtere Seite des Weges bewundern, in der abgeschiedene Farmen und Wälder das Landschaftsbild bestimmen.

Abends sind wir dann perfekt zum Sonnenuntergang am ersten Campground des DOC an den Three Sisters eingekehrt. Das DOC ist das Department of Conversation, eine Regierungsinstanz in Neuseeland die nur dafür zuständig ist alles so zu erhalten wie es ist, oder sogar immer weiter in den Ursprungszustand zurück zu versetzen. Die Three Sisters waren Felsformationen (inzwischen weg erodiert) in einer malerischen Bucht direkt am Meer. Praktisch war dass die Nacht umsonst war, unpraktisch dass es nur ein Klo für den kompletten Parkplatz gab. Ohne jetzt tiefer drauf einzugehen, just an dem Abend haben wir uns den Platz unter anderen mit 5 Franzosen geteilt. Trotz allem konnten wir in dem Wissen Geld gespart zu haben entspannt schlafen.

15. Februar 2019

Die schöne Seite von Auckland und mobil werden

Nach einer Nacht mit wilden Träumen und ständigem Aufwachen sind wir am nächsten Tag dann auch schon direkt in die City gefahren um dort ein paar Besorgungen zu machen und auch nach den ersten Wagen zu schauen. Je schneller wir mobil sein konnten, desto besser.

Nachdem sich der Plan einen Van einfach von einem darauf spezialisierten Autohändler zu kaufen relativ schnell in Luft aufgelöst hatte (der eine hatte zu, der andere nur kleine Wagen) sind wir dann über das Backpackerboard auf eigene Faust auf die Suche gegangen. Schnell noch die Kamera fast verloren und genauso schnell ging es auch wieder raus aus der pulsierenden Großstadt zu der sich Auckland inzwischen entwickelt hat. Die Stadt hat immer noch seinen Reiz, besonders der Hafen und die Straßen abseits des Pulks, aber mit sehr wenig Schlaf und gehörigem Jetlag war uns der Trubel einfach zu viel und wir haben uns wieder auf das ruhige, temporäre Zuhause bei Brigitte gefreut. Abends kamen dann auch schon die ersten Zwei Backpacker (natürlich zwei Deutsche aus Kiel) mit ihrem kleinen aber gut gepflegten Toyota Townace vorbei gefahren.

Kurzum und mit gutem Bauchgefühl haben wir am nächsten Tag direkt zugegriffen und sind so binnen 3 Tagen zu stolzen Vanbesitzern geworden. Der Wagen mag seine Macken haben und kleiner als wir ursprünglich im Kopf hatten, jedoch ist er damit auch leichter zu handhaben und brauch weniger Sprit. Der Hauptgrund für das schnelle Zugreifen war auch einfach der Gedanke daran, dass wir so ohne groß herum zu suchen einfach auch schneller los können.

Den (danach) entspannten Tag haben wir zuerst am Strand verbracht und sind abends noch einmal Richtung Northhead gefahren, wo Brigitte uns eine Panoramaaussicht auf Auckland und Umgebung gezeigt und danach sogar noch zum Essen eingeladen hat (bester Falafelteller seit Langem).

12. Februar 2019

Singapore Airlines und vegetarische Würstchen

Im ersten Interkontinentalflug nach Singapur gab es dann zum einen überraschend viel Beinfreiheit und zum anderen wirklich gutes Essen. Fun fact, wer vegetarisch bestellt bekommt sein Essen nicht nur zuerst sondern auch wesentlich früher als alle anderen. Verwirrte Blicke inklusive. Mit knapp 6 Stunden Schlaf (geschätzten 3 bei Nina)  und drei Filmen ging der 12 1/2 Stunden-Flug dann auch recht schnell vorbei. Wer vorhat sich Beautiful Boy einmal anzusehen sollte sich auf schlechte Laune einstellen.

Keine Zeit für Toilette und vegane Würstchen

Kurz vor Singapur haben wir uns dann gewundert weshalb unser Boarding vom nächsten Flieger eine Stunde vor Ankunft des momentanen sein soll. Einmal gelandet ist uns dann schnell aufgefallen dass wir nicht die einzigen waren denen der Fehler aufgefallen ist. Wie ein Haufen Schafe wurden wir von Airportmitarbeitern in netter, aber sehr bestimmter Art zum Gate von Air NewZealand geleitet. Für Klo war da keine Zeit mehr, für die erste Überprüfung des Weiterflugs aus Neuseeland schon (erster Nervenzusammenbruch hätte sich hier ohne Flug das erste mal angekündigt).

Im Flug selbst gab es für die Vegetarier wieder zuerst essen und vegetarische Mehlwürstchen.. Zum Mittag dann weil so gut war direkt auch zum Frühstück.

Nach weiteren knapp 10 Stunden Flug sind wir dann endlich zu sommerlichen Temperaturen in Auckland angekommen. Von den Temperaturen selbst haben wir aber erst etwas mitbekommen nachdem wir nochmal 2 Stunden durch Immigration und Bio-Security Checks gegangen sind. Weiter ging es mit dem Supershuttle zu Brigitte wo wir uns in ihrem wunderschönen und gemachtem Gästezimmer erst einmal ins Bett geschmissen haben.

Kurz darauf ging es dann runter zum menschenleeren Ministrand um das erste Mal zu realisieren, dass wir wirklich in Neuseeland sind.

Abends ging es dann nach einem schönen, wenn auch müden Wiedersehen von Brigitte nach der Arbeit um halb neun ins Bett.

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