Nach einer weiteren recht kühlen Nacht sind wir dann morgens direkt weiter gefahren um relativ schnell wieder in Napier zu stoppen, einem Ort an dem ich vor elf Jahren knappe zwei Monate verbracht und viele Freunde gefunden hatte mit denen ich dann auch lange weiter gereist bin. Das alte Hostel hat sich nicht viel verändert, der Innenhof und die Fassade sind noch genauso gut in Schuss gehalten wie damals. Selbst Fotos der Truppe von früher hängen noch an der Wand im Flur. Der Rest der Stadt ist kaum wieder zu erkennen, da diese in den letzten Jahren um das 3-fache gewachsen zu sein scheint und sich das Stadtbild dadurch komplett verändert hat. Trotzdem ein schöner kleiner Spaziergang durch alte Erinnerungen.

Da wir uns beide dann doch noch fitter gefühlt haben als erwartet und ich genug in Erinnerungen geschwelgt hatte, sind wir auch direkt bis Taupo durch gefahren. Das Wetter war uns wohl gesinnt und wir konnten bei strahlendem Sonnenschein durch die Serpentinen auf dem Geothermal Explorer Highway bis ins Zentrum der Nordinsel fahren. Taupo ist eine kleine Stadt am Lake Taupo, dem mit einer Fläche der Größe von Singapur größten See der Südhalbkugel. Der See an sich ist eigentlich ein gewaltiger Vulkan, dessen letzte Eruption vor knapp 2000 Jahren bis Europa zu spüren war. Drei der noch immer aktive Vulkane konnten wir schon vom See aus sehen (aktiv im Sinne von es rumpelt und dampft ein wenig, sehen also von weitem noch aus wie normale Berge). Da das Wetter noch bombenmäßig gut war haben wir auch direkt das Shuttle zum Tongariro Crossing für den nächsten Tag gebucht und sind dann erstmal zum Campingplatz mit - wie sollte es auch anders sein - eigener heißen Quelle in Form eines kleinen Pools gedüst.