Tränen und Automafia

Zurück in Auckland bei Brigitte (leider ohne Brigitte weil sie die Familie in Deutschland besucht) ging es dann erstmal daran den Wagen sauber zu machen ihn am nächsten Tag direkt um 7 morgens bei der Car Fair zur Schau zu stellen. Natürlich war uns klar dass wir den Wagen nicht am ersten Tag weg bekommen, dass das ganze so schwierig und anstrengend wird hatten wir dann doch nicht erwartet. Die Automesse an sich war ganz nett, aber größtenteils auch nur weil unsere Nachbarn sympathisch waren und wir uns nett unterhalten konnten. Ein Wehmutstropfen dabei waren die Dramen die sich dort abgespielt haben. Junge Backpacker die wegen den gebuchten Flug verzweifelt den Wagen loswerden mussten wurden gnadenlos von der Autohändler Mafia vor Ort abgezogen. Zum Glück hatten wir zu dem Zeitpunkt noch zwei Wochen Zeit und konnten dem ganzen noch relativ entspannt entgegen treten.

 

Großes Auto für kleines Geld

Nach über einer Woche nach Auckland rein und rausfahren, Facebook- und Ebayanzeigen schalten und allgemein steigendem Druck konnten wir dann den Wagen mit ein wenig Verlust an einen netten Backpacker aus Deutschland verkaufen. Am meisten haben wir uns darüber gefreut (direkt nach der Tatsache dass wir nicht 2000€ in den Sand gesetzt haben), dass wir den technisch einwandfreien Wagen an einen gleichgesinnten Reisenden verkaufen konnten der Spaß damit hat. Den Wagen einem Autohändler in den Rachen zu schieben hätte diesen letzten Abschnitt der Neuseelandreise mit einem blöden Bauchgefühl hinterlassen.

Sport und nichts tun

Erleichtert und mit einer Finanzspritze in der Reisekasse konnten wir also die restliche Woche in Neuseeland in vollen Zügen genießen. Neben ein paar abendlichen Ausflügen mit Shane, Brigittes Lebensgefährten, hatten wir das riesige Haus größtenteils für uns und haben nach über 2 1/2 Monaten genossen einfach mal nichts zu tun. Ein paar kleine Ausflüge an den Strand und ins Kino konnten wir dank dem Angebot von Brigitte ihren Wagen zu nehmen dann auch noch veranstalten und waren immer noch mobil.

Die letzte Nacht in Neuseeland haben wir dann noch am Flughafenhotel verbracht, da wir für den Flieger nach Brisbane um 4:30 am Airport sein mussten.