REGENwald

Weiter gings Richtung Norden, mit dem bisher schlimmsten Wetter dass wir bisher in Australien hatten. Der Stop in Mission Beach, wo der Tropenwald quasi aufs Korallenmeer trifft war extrem nass. Ursprünglich war der Plan hier ein paar Tage zu bleiben bevor wir nach Cairns fahren, was wir aber in Anbetracht der Wassermassen schnell verworfen haben. Trotzdem konnten wir hier mittags das beste Mittagessen mit Kaffee in einem kleinen, heimeligen Dschungelkaffee mitnehmen, was das schlechte Wetter wieder etwas wett gemacht hat. Nach ein wenig hin und her überlegen haben wir kurzum beschlossen doch weiter zu fahren und wollten auf Rat des lokalen Info-Centers eigentlich direkt in die Tablelands. Da sich zum späten Nachmittag aber doch noch einmal die Sonne gezeigt hat sind wir nochmal zum Strand beim Kurrimine Beach und haben uns dort für eine Nacht eingemietet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war - milde gesagt - eher Abzocke als anderes, aber zum Glück war es nur eine Nacht und bisher einer der wenigen Campgrounds in Australien die uns wirklich nicht gefallen haben.

Hoch hinaus

Früh am nächsten Morgen sind wir dann nach kurzem Frühstück im immernoch anhaltenden Regen weiter in die Tablelands landeinwärts gefahren. Als Teil der Great Dividing Range sind die Tablelands für australische Verhältnisse sehr hoch gelegen, hier befindet sich auch das höchste Dorf Australiens. Entsprechend sollte die Aussicht auch der Wahnsinn sein, wovon wir aber bis Nachmittags leider nicht viel sehen konnten. Trotzdem haben wir das Beste draus gemacht und waren neben ein paar Wasserfällen noch einmal im glasklaren See mit Schildkröten schwimmen. Danach ging es noch zu Ninas großer Freude zu den Crystal Caves, keine Landmarke sondern ein kleiner Shop in Atherton in dem es alles Mögliche an Edelsteinen gibt. Frisch eingedeckt mit neuen Ketten sind wir dann abends auch vor Ort in einem extrem gemütlichen Campground mit netten Nachbarn eingekehrt und haben das ausnahmsweise funktionierende WLAN direkt in Anspruch genommen.

Nach einem kurzem Frühstück sind wir dann auch am nächsten Morgen weiter Richtung Norden gefahren. Der erste Stop war der nahe gelegene Granite Gorge Park, in dem es auch wieder frei lebende (und extrem zutrauliche) Rock Wallabies und Papageien gab. Der kurze Track durch die Granitfelsen war auch interessant und der bisher anstrengendste Walk seit Neuseeland (30 Minuten über einen gut ausgebauten Weg). Danach hab ich den Papagei noch schnell meine geliebte Kappe zerstören lassen und weiter gings Richtung Kuranda.

Kuranda ist eine kleine Hippie Hochburg im Norden Australiens mit erstaunlich vielen französischen Expats (war aber trotzdem ganz nett). Nach einem Spaziergang durch den sehr gemütlich gebauten Dschungelmarkt (mit bestem französischem Brunch) ging es weiter zu den Sehenswürdigkeiten um das Örtchen herum. Die Suche nach Schnabeltieren in der Platypus Sanctuary war leider ähnlich erfolgreich wie das Kiwi Hunting auf Stewart Island, dafür war der gigantische Würgefeigenbaum und die Barron Gorge umso beeindruckender. Mit den Eindrücken ging es dann erstmal zurück nach Cairns um uns hier um mein neues Handy zu kümmern und auch ein paar Nächte runter zu kommen.