Nach einer ziemlich brutalen Fahrt von knapp 4 1/3 Stunden im Bus und dann einem eher suspekt aussehende Fastboat sind wir auf Nusa Lembongan angekommen. Die Insel haben wir mit Absicht ausgewählt, da es die kleinste von allen in der Nähr Balis ist und touristisch wohl noch am wenigsten erschlossen. Das merkt man auch schon bei der Ankunft am Strand. Es gibt keinen Steg und man muss um an Land zu kommen noch ein paar Meter vom Boot durchs glasklare, Türkise Wasser der Mushroom Bay laufen. Gut auch, dass wir ein Auge auf unsere Rücksäcke hatten, da die leicht verplanten Fahrer Ninas sonst am Strand gelassen hätten. War aber nicht weiter schlimm, da wir sowas schon erwartet hatten.

Klein aber fein

Nach einer Minifahrt von knappen 15 Minuten quer über die Insel sind wir dann in der Unterkunft für die nächsten 5 Nächte angekommen und wurden direkt extrem nett und mit einem Willkommens-Getränk begrüßt. Die kleine Holzhütte mit Pool direkt mit dran war mehr als gemütlich und wir haben uns auch über das Außenbad (ohne Dach) gefreut. Da der Tag recht lang und anstrengend war sind wir erstmal in der Unterkunft geblieben und haben den Pool in vollen Zügen genossen.

Tags darauf ging es dann wie immer erst einmal auf die Suche nach einem guten Frühstück und eine erste Spritztour über die (wirklich kleine) Insel. Neben einem Traumstrand mit türkisem Wasser (und wie überall auf Bali einem Riff direkt bis zum Strand) ist das Essen hier noch sehr traditionell und auch der Verkehr hat dank der Infrastruktur nicht die Hektik von der Hauptinsel. Abgesehen von den Pick-Ups mit Touris gibt es quasi nur Roller auf Lembongan, was bei den engen Straßen auch ein Segen ist. Nach einem Tag am Strand ging es dann abends wieder an den Pool und ins Restaurant um die Ecke.

Eat, Swim, Repeat

Die nächsten Tage auf Lembongan haben wir quasi nur mit essen, durch die Gegend fahren und schwimmen verbracht. Auf raten unserer Gastgeber sind wir erstmal zur Yellow Bridge gefahren, die auf Bildern aussieht wie die Golden Gate Bridge in klein und gelb. Vor Ort sieht die Konstruktion eher etwas suspekt aus, hält aber die Fußgänger und Rollerfahrer aus die hier rüber auf Nusa Ceningan fahren. Die (noch kleinere) Insel ist bei Ebbe komplett mit Lembongan verbunden, das Wasser fließt quasi komplett aus der kleinen Bucht ab und gibt das allseits vorherrschende Riff frei. Bei Flut ist das Wasser nie wirklich tief, wodurch es mit dem hellen Riff tief türkis wirkt. Natürlich besitzt jede Bar am Wasser eine eigene Schaukel für die Massen an Touris mit Instagram Fans (mussten wir auch ein Foto machen). Insgesamt vergangen die 5 Nächte auf Lembongan wie im Flug, obwohl wir mit voller Absicht so wenig wie möglich gemacht haben. Die Insel ist wirklich schön und auch vergleichsweise noch sehr ursprünglich, jedoch sieht man auch hier das große Platikproblem vor dem Bali seit Jahren steht. Auf Lembongan gibt es allem Anschein nach keine größere Recycling Anlage, weshalb es Berge von Plastikmüll mitten im Dschungel gibt (oder verbrannt wird). Mit diesem kleinen Denkanstoß sind wir trotzdem mit schönen Erinnerungen von der kleinen Insel zurück auf das "Fest"land um hier ein zweites Mal nach Canggu zu fahren.