Ach.. das geht schon

Früh am Morgen (quasi 8 Uhr) ging es dann los zum Track beim Franz Josef Gletscher. Der erste Eindruck war schon einmal super weil kaum irgend jemand um die Zeit an den Tracks zu sein schien. Kurzum am Parkplatz den Van geparkt und einfach mal den Berg hoch.

Der erste Logout war dann schon ganz nett, aber wir hatten beide das Gefühl dass da noch was geht (allein schon weil uns dann doch schon ein paar Leute entgegen gekommen sind und vom Ausblick am Gipfel geschwärmt haben). Der zweite Logout auf ca 1000m Höhe war dann schon cooler, aber in den deutscher Manier haben wir uns gedacht.. wenn wir jetzt schon so weit gekommen sind können wir das auch bis zum Ende durchziehen. Also sind wir einfach mal komplett untrainiert bis zum Gipfel auf knappe 1303m Höhe herauf gestiegen, was am Ende mehr einem Gewaltmarsch geglichen hat

Wir sind eher so die Glas-halb-voll Menschen

Nach ziemlich genau 3:45 Stunden m Gipfel angekommen hatten wir dann wirklich wie von den Vorgängern versprochen einen Wahnsinnsausblick über die Berge und auch den Gletscher. Für knappe 5 Minuten und dann zogen auch schon die Wolken auf. Wäre man jetzt pessimistisch könnte man sagen wir hatten Pech. WIr haben aber für uns einfach beschlossen, dass wir großes Glück hatten nach dem Aufstieg überhaupt noch diese Aussicht bewundern zu dürfen, kurz nach uns sind noch Menschen gekommen die nur noch eine graue Wand zum beobachten hatte.

Mit Puddingknien den Berg runter

Was hoch kommt, muss auch wieder runter kommen. In dem Sinne sind wir dann nach knapp einer Stunde vergeblichen Wartens auf besseres Wetter wieder an den Abstieg gegangen. Was wir vielleicht unterwegs nach oben nicht bedacht hatten war, dass wir die teils schon in Kletterpartien ausgeartete Teile des Weges auch wieder herunter klettern müssen. 3 Stunden später und nach insgesamt 9 Stunden Wanderung sind wir dann mit so semi guter Laune und schmerzendem Alles wieder am Parkplatz gelandet, Nina sogar mit einem dick geschwollenen Knöchel (dank aufgekratztem Mückenstich, war dann auch schnell wieder okay).

Top 10 - Top Duschen

Entgegen gesetzt dem ursprünglichen Plan bis Haast durch zu fahren („Wir haben dann ja nach dem kurzen Walk voll viel Zeit“) haben wir leicht benebelt spontan beschlossen am Top10 Campingplatz beim Fox Glacier zu halten und dort die Nacht zu verbringen. Super Idee, das war erstaunlicherweise trotz Touriort mit einer der besten Campingplätze die wir bisher hatte (an dem Tag konnten wir besonders die unbegrenzten, kostenlosen warmen Duschen genießen). Halb im Delyrium wurde dann noch irgendwie gekocht und humpelnd zurück in den Van. Der Schlaf kam dann mit dem Berühren des Kopfkissens.