Nach knappen 15 Stunden Schlaf ging es dann am nächsten morgen erstmal stilecht nach Aldi. Beruhigenderweise war dort morgens noch nicht so viel los und ich konnte ruhigen Gewissens auf zwei Parkplätzen parken während wir erst einmal alles nötige eingekauft haben. Mit Müsliriegel im Bauch sind wir dann schnellstmöglich aus der Metropole raus und weiter Richtung Sunshine Coast gefahren. Stück für Stück hab ich mich dann auch an das Schlachtschiff von Wagen gewöhnt und konnte den Tempomat und die Automatikschaltung am Ende des Tages sogar genießen.

Riesen Echsen und Subtropen

Den ersten kleinen Stop haben wir dann in Montville eingelegt, ein kleines, eher unscheinbares Städtchen landeinwärts. Waren wir kurz verwirrt warum dass hier ein Geheimtip sein soll wurden wir dann mit einem brutalen Ausblick bis ans Meer belohnt, den man aber erst sieht wenn man durch das Café auf die Terasse läuft. Der Flatwhite vor Ort hat die Batterien etwas aufgeladen und wir sind direkt weiter zum 5 Minuten entfernten Kondalilla National Park gefahren. Hier hatten wir dann auch das erste mal das Gefühl wirklich in Australien zu sein. Der entspannte Weg durch den Dschungel an einen kleinen Pool mit Wasserfall war auf unbestimmte Weise anders als alles was wir bisher in Neuseeland gesehen hatten. Lag eventuell auch daran dass uns nach den ersten Metern schon ein riesiger Waran for die Füße gewatschelt ist (angeblich aber entspannte Tiere). Nach kurzem Sprung ins Wasser und dem ersten Essen am Tisch (!) im Van sind wir dann auf die letzten Meter nach Noosa aufgebrochen.

Atemberaubend

Nach einem versehentlichen Abstecher ins extrem volle Zentrum des kleinen Surferstädtchens sind wir dann endlich am Campingplatz direkt am Noosa River eingetrudelt. Binnen 5 Minuten haben wir hier mehr Papageien gesehen als in 3 Monaten Neuseeland. Die bunten und extrem Schwärme zusammen mit den rieseigen Pelikanen und dem Sonnenuntergang am Strand waren milde gesagt atemberaubend. Mit diesem kleinen Vorgeschmack auf Australien außerhalb der Städte und der spontanen Entscheidung hier noch ein paar Tage zu bleiben und den Noosa Head National Park zu erkunden sind wir dann abends in unserem kleinen Haus auf Rädern ins Bett gefallen.