Faule Gase

Weiter ging es knappe 200 km bis Hammer Springs, einem kleinem Örtchen in den Bergen landeinwärts. Der Ort an sich besitzt, wie der Name schon impliziert, natürliche heiße Quellen die inzwischen umgeleitet und zu einem großen Schwimmbad mit Becken in allen möglichen Wärmegraden umgebaut wurden. Die dabei entstehenden Gase wurden bis zum Anschluss an das Landesstromnetz um 1920  sogar noch als Wärme- und Feuerquelle benutzt.

Da wir etwas reisemüde waren und uns unabhängig von den Wetterbedingungen entspannen wollten haben wir uns mal wieder ein Zimmer im Hostel gegönnt. Das Hostel gliedert sich von der Atmosphäre perfekt in den kleinen Spa Ort ein, stilecht mit Holzwänden und eigenem Massagestuhl. Auf raten des niederländischen Besitzers haben wir noch einen Spaziergang am Fluss entlang in die Parks gemacht bevor wir dann in das Thermal Bad gegangen sind.

In Schwefel eingelegt

Zwar sieht man von den natürlichen Quellen nicht mehr viel, jedoch ist das Bad sehr liebevoll gestaltet, mit allerlei Pflanzen und natürlichen Steinen. Selbst an einem Freitag hatten wir nicht das Gefühl in einer Menschenmenge unterzugehen und konnten uns ein paar Stunden durch alle Pools testen, angefangen mit 36 Grad und zum Ende mit den 42 Grad heißen Hotpools, die noch das ungefilterte, schwefelhaltige Wassert der ursprünglichen Quellen beinhalten. Tiefenentspannt und tiefenaufgewärmt waren wir dann froh unser eigenes kleines Zimmer mit großem Bett zu haben.

Um uns nicht zu stressen haben wir direkt zwei Nächte im Hostel gebucht und sind den nächsten Tag entsprechend langsam angegangen. Nachdem es die Nacht doch noch recht kalt wurde haben wir den morgen mit lesen verbracht bevor wir dann noch einmal bis zum kleinen Aussichtspunkt am Berg gelaufen sind. Abends ging es dann, wenn wir schon da sind, direkt noch einmal in die Hotpools um unsere alten Knochen nochmal aufzubrühen.