Über die Crown Range Scenic Route quer durch die Berge ging es dann weiter nach Queenstown. Ab der Crown Range wurden wir schon mit den ersten malerischen Ausblicken auf das Tal und Queenstown belohnt. Nach kurzem Abstecher im DOC im Stadtzentrum um nach Wanderrouten zu fragen (und völliger Überforderung weil es ungefähr 2 Milliarden in der Gegend gibt) haben wir beschlossen einen Top 10 Campingplatz etwas außerhalb von Queenstown anzufahren und uns dort einzubuchen. Eine gute Entscheidung, alles sehr ruhig und umgeben von Bergen.

Hoch hinaus

Nach kurzem Mittagessen am Platz sind wir dann auch wieder ins Zentrum gefahren und haben auf gut Glück auch direkt einen Parkplatz direkt am Wasser gefunden. Von dort aus ging es am Lake Wakatipu entlang ins Stadtzentrum, also einer riesigen Bucht in der man von Jetboat bis Skydiven eigentlich alles machen kann was das Adrenalin in die Höhe treibt.

Hatten wir dank Erzählungen von anderen Backpackern unterwegs jetzt eine pulsierende Stadt voller lauter besoffener Adrenalinjunkies erwartet, so wurden wir positiv überrascht. Von der ersten Sekunde an haben wir uns beide extrem wohl gefühlt. Die Stadt zeichnet sich trotz vieler Touristen und einer gewisser Hektik durch eine entspannte und ruhige Atmosphäre aus.

Spontan haben wir uns dann am Dock dazu entschlossen uns unter die Action Tourist zu mischen und eine Parasailing tour zu machen, also knappen 20 Minuten am Fallschirm vom Boot durch die Bucht gezogen. Zwar war der Spaß recht kurz (und dafür teuer), aber die Erfahrung war das ganze durchaus wert. Und Nina hat heldenhaft ihre Höhenangst gemeistert (oder ignoriert) und außer weißen Handknöcheln kaum Anzeichen von Angst gezeigt.

Völlerei, aber keine Burger

Wieder am Boden angekommen sind wir dann gemütlich durch die Stadt geschlendert und haben uns neben einem Eis nochmal eine Stunde am Strand in der Sonne gegönnt. Ursprünglich war der Plan sich beim berühmten Fergburger eine vegetarische Version zu gönnen. In Angesicht der Schlange die länger war als bei Mustafas Gemüsedöner in Berlin haben wir dann doch schnell Plan B beschlossen und sind in ein Restaurant um die Ecke. Mit kleinen Foodbabybäuchen ging es danach auf einen Verdauungsspaziergang mit Sonnenuntergang an der Bucht entlang zurück zum Auto. Zurück am Campingplatz waren wir dann froh vormittags eingecheckt zu haben, da der Platz komplett voll mit großen Campervans stand (zwischen denen unser Auto plötzlich sehr klein und niedlich aussah).

Portmonee vergessen und Entspannung

Der nächste Tag fing dann schon recht nervenaufreibend an. Beim Supermarkt haben wir dann gemerkt dass ich das Portmonee in der Küche am Campingplatz liegen lassen haben muss, also mit Volldampf wieder zurück. Glücklicherweise kann man auf die Ehrlichkeit anderer Gäste vertrauen und das Portmonee lag samt den am Vortag abgehobenen 600 $ an der Rezeption. Kurz mittag gegessen und es ging in Runde 2 in die Stadt etwas einkaufen. Da das Wetter eher mäßig war sind wir nur schnell zum DOC Infocenter gegangen um uns da über Wanderwege zu informieren und dann noch kurz durch die Stadt geschlendert. Relativ zeitig zurück ging es dann nochmal zur Entspannung in den Hotpool und früh schlafen.